Wie der giftige Aronstab mich an
Gottes 8. Namen erinnerte
Was macht der Inhalt der Bundeslade zwischen dem Bärlauch?
Was hat das mit Harun, dem Bruder von Moses zu tun?
Und wie kommt plötzlich Al-Muhaymin, der Beschützer, ins Spiel – mitten in einem ganz gewöhnlichen Mama-Sohn-Nachmittag?
Wenn du gerade denkst: „Hä?“ – keine Sorge, genauso ging es mir auch… Aber dann kam dieser eine Tag am Bach, und alles ergab plötzlich Sinn.
Der Frühling ruft – und mit ihm die Pflanzenwelt
Es war einer dieser frischen Frühlingstage, an denen die Kinder endlich wieder draußen spielen, buddeln, bauen, matschen dürfen. Mein Sohn war mit ein paar Jungs am nahegelegenen Bach unterwegs. Stunden später kam er heim – strahlend, leicht verdreckt, hungrig. Alles wie immer. Nur dieser kleine Nebensatz ließ mich aufhorchen:
„Mama, ich hab heute was probiert, was aussah wie Sauerampfer. Aber es war keiner.“

Er erzählte mir von einem komischen Gefühl im Mund – brennend, kribbelnd – und dass er die Pflanze direkt ausgespuckt und den Mund mit Wasser ausgespült hatte. Instinktiv richtig gehandelt. Ich lobte ihn, ohne wirklich zu wissen, was genau da passiert war.
Am nächsten Tag zeigte er mir die Pflanze. Ich erkannte sie sofort:
Aronstab. Giftig. Gefährlich.
Mein Herz machte einen Satz.
Zwischen Schock und Staunen
Mein Mama-Instinkt meldete sich sofort. Ich ließ mir nochmals jedes Detail schildern:
Wie lange die Beschwerden andauerten (ca. 30 Minuten),
wie es ihm danach ging (völlig normal),
wie er selbstständig den Mund mit Bachwasser ausgespült hatte (Gold wert!).
Ich googelte nachträglich – Milch wäre falsch gewesen, Wasser dagegen die perfekte erste Maßnahme. Ich stellte mir all die Hätte-wäre-wenn-Fragen.
Was, wenn ich dabei gewesen wäre? Hätte ich Ruhe bewahrt? Wahrscheinlich nicht. Ich hätte panisch recherchiert, zigmal nachgefragt, seine Reaktionen beobachtet wie ein Habicht.
Doch – ich war nicht dabei.
Und genau das war der Punkt.
Der Beschützer war da – auch ohne mich
In diesem Moment wurde mir etwas bewusst. Ich, die „große Beschützerin“ meines Kindes, war nicht zur Stelle. Und trotzdem – oder gerade deshalb? – war er beschützt.
Nicht von mir.
Sondern von Al-Muhaymin – dem 8. Namen Gottes.
Der Bewacher. Der Hüter. Der, der wacht, auch wenn wir nicht schauen.
Es war wie ein göttlicher Fingerzeig.
Eine stille Erinnerung: Du musst nicht immer alles kontrollieren. Du bist nicht allein verantwortlich. Du darfst loslassen. Vertrauen.
Und ja, ich war dankbar. Mit jeder Zelle meines Herzens.
Harun, die Bundeslade und der giftige Aronstab
Nun zum Namensvetter der Pflanze. Der Aronstab trägt den Namen des biblischen Harun – Aaron, Bruder des Propheten Moses. Harun war Priester, Vermittler, ein Symbol für Schutz und göttliche Ordnung.
In der Bundeslade – jenem heiligen Behälter, den das Volk Israel durch die Wüste trug – befand sich neben den Gesetzestafeln und etwas Manna auch der Stab Aarons, der einst auf wundersame Weise blühte.
Was für eine ironische Verbindung, oder?
Der giftige Aronstab im Wald, benannt nach einem Symbol göttlicher Macht – und mein Kind, beschützt wie einst das Volk durch die Wüste.
Zufall? Ich glaube nicht.

Und was das mit Husten zu tun hat…
Später, mit etwas mehr Ruhe, las ich weiter über den Aronstab. Und stolperte über etwas Unerwartetes:
In ganz kleiner Dosierung wurde er in der Volksmedizin tatsächlich genutzt – bei Husten, Halsentzündungen, Atemwegserkrankungen.
Und mein Sohn? Hatte zu diesem Zeitpunkt hartnäckigen Husten.
Ist es zu weit gedacht, dass dieses Erlebnis – auf ganz geheimnisvolle Weise – Teil seines Heilungsprozesses war?
Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Aber der Gedanke schenkte mir Frieden.
Was ich mitnehme
Ich teile diese Geschichte mit euch, liebe spirituelle Mamas, weil sie mich an etwas erinnert hat:
Wir sind nicht allein in der Verantwortung.
Wir dürfen vertrauen. Loslassen.
Es gibt eine höhere Ordnung, die uns trägt.
Mein Kind war allein am Bach – und nicht allein.
Ich war nicht dabei – und trotzdem war alles gut.
Al-Muhaymin war da. Und ich durfte loslassen.
Und du?
Hast du auch solche Aha-Momente erlebt – wo du loslassen musstest und alles dennoch gut wurde?
Erzähl mir davon in den Kommentaren oder teil den Beitrag mit einer Mama, die das gerade lesen sollte.
Manchmal liegt der größte Segen da, wo wir ihn nicht vermuten:
Zwischen Bärlauch, Bachwasser – und einem kleinen brennenden Kribbeln im Mund.
Wenn du bis hierher gelesen hast – danke für dein Herz, deine Zeit und deinen Mut, dich auf solche Geschichten einzulassen.
Folge mir für mehr Alltagsmomente mit Spirit-Power.
❤️
Deine Steffi

